Filmkritik: Zoomania

Wo sich Fuchs und Hase ‚Guten Tag‘ sagen

In Disneys aktuellem Animationsfilm steppt der Bär, tanzen die Mäuse auf dem Tisch, wird der Hund in der Pfanne verrückt, … – ihr ahnt, worauf wir hinauswollen. ZOOMANIA hat eine fantasievolle Großstadt geschaffen, die mit ausgefuchsten Charaktere tierisch gute Unterhaltung bietet.

Handlung Zoomania

Zoomania ist wahrhaftig eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, wo jedes Tier einen passenden Stadtteil findet, der für seine animalischen Bedürfnisse die richtigen Wohlfühltemperaturen bereit hält. So lebt hier ein Melting Pot an Tieren aus allen möglichen Klimazonen friedlich zusammen. Mehr oder weniger friedlich… Als die junge, ehrgeizige Hasendame Judy Hopps frisch vom Lande und der Polizeischule in die große Stadt kommt, muss sie in einem Team knallharter Cops erst einmal beweisen, was sie drauf hat. Schnell bekommt sie ihre Chance, doch dann erweist sich ihr erster, richtiger Fall als eine Nummer größer als gedacht. Hopps ist allerdings fest entschlossen, den Fall aufzudecken, auch wenn das bedeutet, dass sie dafür mit dem großmäuligen Trickbetrüger Nick Wilde zusammenarbeiten muss…

Review Zoomania

Es ist eine Geschichte, die wir schon unzählige Male gehört und gesehen haben: Süßes Landei fährt in die große Stadt und versucht dort ihren Durchbruch zu schaffen und ein aufregendes neues Leben zu beginnen. Unsere hasige Heldin Judy stürzt sich voller Mut und Ehrgeiz erst in die Polizeischule und will dann in der pulsierenden Großstadt Zootopia für Recht und Ordnung sorgen. Viele Steine werden ihr dabei in den Weg gelegt. Als Häsin wird sie von ihren Cop-Kollegen und Zivilisten nicht ernst genommen. Mit ihrem süßen Aussehen und ihrer naiven Art hat sie es umso schwerer sich durchzusetzen. Doch mit ihrem großen Herz erobert sie uns im Sturm. Selbst Nick Wilde, der Bad Boy des Films, zeigt trotz aller Ecken und Kanten sympathische Züge und man verzeiht ihm moralische Fehltritte. Auch abgesehen von unseren beiden Hauptdarstellern bietet Zoomania eine Vielzahl an einfallsreichen und witzigen Charakteren, wie wir es von Disneyfilmen gewohnt sind.

Seien wir ehrlich, die Geschichte ist vorhersehbar und ohne großartige überraschende Wendungen, aber trotzdem sehen wir hier einen Abenteuerfilm, der grandios unterhält und neben Komik auch Spannung bietet. Natürlich ist der Animationsfilm vor allem visuell aufregend und entführt uns in eine Stadt, in der Stadtteile eigenen Klimazonen gleichen, Mäuse ihr eigenes Viertel regieren und Tiere so herrlich vermenschlicht werden, dass man sich selbst in ihnen wiederkennt.

Natürlich ist es – wie so oft – kein reiner Kinderfilm, sondern bietet gute Unterhaltung für alle Generationen. Es ist eben nicht nur eine Komödie, sondern auch ein lehrreicher Film, der in gewisser Weise unsere moderne Gesellschaft widerspiegelt und damit zum Nachdenken anregt. Besonders unterhaltsam sind außerdem Anspielungen auf die Popkultur, darunter der Klassiker Der Pate oder die Hitserie Breaking Bad.

Fazit

Animalischer Animationsspaß für alle Altersklassen – sympathische Charaktere, guter Plot und grandiose Bilder!

 

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[reibeisen]

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Ein Gedanke zu “Filmkritik: Zoomania

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