Filmkritik: Joy – Alles außer gewöhnlich

Jennifer Lawrence – ebenso „alles außer gewöhnlich“

Kennt ihr Jennifer Lawrence? Diese junge US-amerikanische Schauspielerin, die aus dem Nichts auftauchte und Fanherzen im Sturm eroberte, mit Top Stars zusammen arbeiten durfte, große Preisnominierungen erhielt und Statuen absahnte, und plötzlich Everybody’s Darling wurde? Natürlich nur eine Fangfrage! Fest steht für mich nach ihrem neusten Film: JLaw kann alles! Lest hier warum.

Handlung Joy – Alles außer gewöhnlich:

JOY – ALLES AUSSER GEWÖHNLICH erzählt die wahre Geschichte von Joy Mangano, einer Frau mit bahnbrechendem Erfindergeist, die mit ihrem Einfallsreichtum ein Geschäftsimperium aufbaut. Joy ist anfangs eine alleinerziehende Mutter an der Ostküste der USA, die mit Ex-Ehemann und Mutter unter einem Dach lebt und versucht, die Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Doch in dem klugen Kopf schlummert eine Vielzahl von Ideen, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Der erste Coup gelingt ihr mit einem neuartigen Wischmopp, den man nicht per Hand auswringen muss und der in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Von nun an könnte es steil bergauf gehen, aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof…

joy movie poster filmposter

Kritik Joy – Alles außer gewöhnlich:

Die Selfmade woman Joy hat einen schier unüberwindbaren Berg an Problemen: Geldsorgen, eine zuweilen garstige Familie (u. a. Robert De Niro), ein Umfeld, das nicht immer an sie glaubt und einen Berg Schulden obendrauf. Sie ist im wahrsten Sinne das Mädchen für alles: Streitschlichter, Handwerker, Familienversorger und von Anfang an wünscht man ihr erbitterlich das große Los – immer das Wissen im Hinterkopf, dass sie es auch kriegen wird – trotzdem zittert man mit ihr.

Everybody’s Darling Jennifer Lawrence schafft es auch in dieser Rolle, herrlich natürlich und überzeugend rüber zukommen. Trotz ihres jungen Aussehens stellt sie die geschiedene Mutter von zwei Kindern glaubhaft dar, vermittelt ihre eigenen Ängste und Wünsche so, als würde sie es persönlich fühlen. Kein Wunder also, dass JenLaw 2016 wieder einmal mit einer Oscarauszeichnung rechnen darf.

Was besonders toll an der Story ist: Joy wartet nicht auf den Prinzen auf dem Pferd, der sie aus ihrer misslichen Lage befreit. Schon als kleines Mädchen stellt sie das im Film klar. Und darum müssen wir uns auch nicht mit einer klischeehaften Lovestory langweilen, sondern können uns voll und ganz auf die Erfolgsgeschichte einer Karrierefrau konzentrieren.

JOY ist eine Erfolgsgeschichte, zum Teil Drama, zum Teil witzig, ab und zu skurril und immer angenehm zu sehen. David O. Russells (u. a. American Hustle, Silver Linings Playbook) bleibt unverkennbar: zirkulierende Kamerafahrten, liebevolle Kulissen aus anderen Jahrzehnten und die zugehörige Farbgebung. Auch wurde ein großartiger Soundtrack ausgewählt, mit Stücken von den Rolling Stones, Bee Gees und Nat King Cole. Und als besonderes Gimmick darf man sich nach Mockingjay Part I wieder auf eine Gesangseinlage von Lawrence freuen, diesmal im Duett mit Schauspielkollege Edgar Ramirez.

Nachdem der Großteil des Films einfach Spaß macht, muss auch noch ein wenig gemeckert werden: Die letzten 20 Minuten sind dann nicht mehr ganz so lobenswert. Das liegt vermutlich daran, dass wir hier nicht ein fiktives Märchen sehen, sondern eine wahre Geschichte. Das Drama bleibt dennoch stellenweise märchenhaft und führt garantiert dazu, im Anschluss den unglaublichen Lebenslauf der echten Joy zu googeln.

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9 Gedanken zu “Filmkritik: Joy – Alles außer gewöhnlich

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