Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Part 2

The Grand Finale

Katnis ist zurück auf der Kinoleinwand für das große Finale. Kann sie dies mal die schwache Flamme zu einem großen Feuer entfachen?

Quelle Trailer: vipmagazin

Handlung:

Die letzten Tribute sind aus den Fängen Snows befreit – Katnis hat endlich ihren Peeta zurück. Doch dieser will sie dank einer Gehirnwäsche lieber erwürgen statt sie zu umarmen. Währenddessen geht der Kampf in den Distrikten weiter. Bis es Katnis nicht mehr aushält und selbst an der Front kämpfen will. Unterstützt wird sie bei ihrem wahnwitzigen Vorhaben Snow zu töten von Gale, einigen Wächtern, ihrem persönlichen Filmteam und wer hätte das gedacht – Peeta. Wird es Katnis gelingen Snow zu töten und den Kriegen in Panem zu beenden?

Kritik:

Endlich ist es soweit und uns erwartetet das große Finale der Tribute von Panem. Vorbei ist die Zeit von sinnlosen Propagandavideos und politischen Ränkespielchen – zumindest fast. Aber immerhin erleben wir endlich einen Kampf und sehen, was wirklich in den Distrikten passiert.

Eigentlich hätte uns auch so viel Drama erwarten können. Eine Johanna Mason, die nach ihrer Folter abhängig von Schmerzmitteln ist und erst von Katnis aus ihrer Letargie befreit werden muss. Oder einen Peeta, dessen Gehirnmanipulation so tief greift, dass allein Katnis Anblick ihn zum toben bringt. Und auch die Frage, wie behebt man das? Dazu eine verwirrte Annie, die eigentlich schon vorher, fast nicht mehr gedanklich anwesend war und dennoch von Finnick geliebt wird. Wie gesagt, wir hätten dies alles erleben können. Leider scheinen unsere geschundenen Charaktere doch psychisch stärker aufgestellt zu sein, als wir das aus der Buchvorlage kennen. Ein bisschen Therapie hier, ein wenig Hochzeitstanz dort und ein kurze Gespräch mit Katnis und schon laufen wieder alle in der Spur. Schade eigentlich – denn gerade solche emotionalen Zusammenbrüche und charakterlichen Entwicklungen machen die Story erst wirklich spannend. Aber wir haben ja Politik – wozu Emotionen?

Wagen sich unsere Helden endlich die Höhle des Löwens – hinein ins Kapitol – dann wird es schon besser. Ich muss gestehen, den Arena-Charakter, den sich Snow für die Stadt hat einfallen lassen, kam im Buch bei mir nicht so rüber. Der Film versöhnt sich mich jedoch wieder mit der Idee. Wenngleich die Holokarte es so aussehen lässt, als ob alle 5 Schritte eine Falle lauert aber Katnis Gefährten easy 5 km laufen bis etwas passiert. Dafür scheint nach der Art der Fallen zu urteilen jemand sehr sadonistisch veranlagt zu sein. Allein die Viecher in den Tunneln waren wirklich creepy. Wenngleich ist diese Szene hasse, da auch hier mal wieder Finnicks Tod so leichtfertig abgetan wird.

Achtung Spoiler: Meine Lieblingsszene ereignet sich bei der Exekution. Snows Mimik – sein Lächeln – als er erblickt in welche Richtung Katnis mit Pfeil und Bogen zielt – spiegelt zu 100% deren komplexe Beziehung wieder. Er ist der einzige, der genau weiß, was als nächstes passieren wird. Sein Gesicht drückt sogar Verständnis und Stolz aus. Diese Feinheiten in der Beziehung von Snow und Katnis in nur einem Close-Up zu zeigen erfordert viel schauspielerisches Können und zeigt wieder mal deutlich, welch Größe sich der Film mit Donald Sutherland geangelt hat.

Fazit:

Auch Mockingjay Part 2 ist leider kein Hit. Potentiale wurden verschenkt. Dennoch ist er erkennbar besser als sein Vorgänger und weiß zumindest Spannung zu wecken. Daher heute einen Punkt mehr von uns.

07 von Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

 

 

[atari]

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2 Gedanken zu “Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Part 2

  1. Pingback: Die besten Filme 2015 | Motion Picture Maniacs

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