Filmkritik: Hotel Transsilvanien 2

Das ist die Monster-Party!

Die Monster sind zurück im Hotel Transsilvanien. Ist die Kollaboration zweier Welten – Mensch und Monster – gelungen? Wir verraten euch was ihr im Sequel erwarten könnt.


Quelle Trailer: SonyPicturesGermany

Handlung:

Seitdem Drakula sich mit den Menschen versöhnt hat, ist einige Zeit vergangen. Tochter Mavis und Mensch Johnny sind verheiratet und haben ein Kind. Doch so ein kleiner Halbling bringt auch Probleme mit sich. Denn erst mit fünf Jahren entscheidet sich ob der kleine Fangzähne bekommt und damit ein Vampir ist. Es steht also 50:50 für ihn ein gewöhnlicher Mensch zu bleiben. Für Drak kommt diese Option jedoch nicht in Frage. Also setzt er alles daran Mavis aus dem Haus zu locken, damit er dem kleinen Dennis einer Monster-Schulung unterziehen kann. Unterstützt wird er dabei von seinen Freunden der Mumie, dem Werwolf und Frankensteins Monster – ach ja, und Blobb, irgendwie.

Kritik:

HOTEL TRANSSILVANIEN 2 bringt uns familienfreundliche Gruselstimmung für Halloween zurück. Die Monster waren schon im ersten Teil einfach nur zum Liebhaben und so geht es weiter. Natürlich sind gewisse Witze und Konflikte bereits schon einmal da gewesen, aber das stört überhaupt nicht. Denn wie heißt es so schön – never change a winning team. Und gerade das Monster-Team um Drak weiß zu unterhalten.

Die Männerbande ist einfach ein herrlich bunter Mix, bei dem jeder seinen ganz eigenen Running Gag hat. Mir hat es ja besonders der arme, überforderte Werwolf-Vater angetan. So manch einem mag das Hündchen-Spielen auf Dauer langweilig werden, mich erheitert es aber immer wieder, und besonders sein Resting Bitch-Face wenn die Kinder auftauchen.

Unterhaltsam ist auch, wie unterschiedlich Mavis und Johnny auf die Monster-Entwicklung des kleinen Dennis reagieren – und wie entgegen so mancher Erwartung. Mavis will das Söhnchen lieber von den Monstern fernhalten, wohingegen Johnny auf so ziemlich alles voll abgeht, was mit Monstern zu tun hat. Und ich habe diesen Ausdruck mit Absicht gewählt, denn der Junge ist wirklich verrückt nach Monstern – und seinem Rucksack.

Mit dem großen, bösen Vlad als Draks Vater, hat man versucht noch eine gruselige Komponente einzuführen. Leider knickt Vlad etwas schnell ein und wird handzahm – außerdem sieht er doch stark nach (entschuldigt die Wortwahl) alter Knacker aus, der beim nächsten Husten umfällt. Seine Schar riesiger und menschenhassender Monster-Fledermäuse hingegen hätte wohl sogar Batman erschreckt.

Zum Schluss wartet der Film sogar mit einer Moral der Geschicht – welche Rasse du bist, interessiert mich nicht. Jeder wird akzeptiert und willkommen geheißen, egal ob Mensch oder Monster. Den Machern war bei der Produktion sicher nicht bewusst, welch aktuellen Bezug diese Moral mit sich bringt. Doch lassen wir politisches Gerede mal außer Acht – als Movie Maniac müssen wir feststellen, dass diese Lektion und auch die grundlegende Story nicht neu sind. Dennoch haben wir hier eine gelungene Familien-Unterhaltung vor uns – ein wenig Tiefgang für die Eltern (die vielleicht sogar lernen, ihr Kind so zu akzeptieren, wie es ist) und jede Menge Slapstick-Humor für die Kleinen. Genau so muss Unterhaltung für alt und jung sein – sie muss jedem etwas bieten.

Fazit:

HOTEL TRANSSILVANIEN 2 kommt vielleicht nicht ganz an seinen Vorgänger heran, aber das schaffen Sequels ja selten. Die seichte Unterhaltung und charmante Charakter-Gestaltung machen einfach Spaß – also einfach zurücklehnen und in Halloween-Stimmung fallen.

07 von 10 Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.
[atari]

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