Filmkritik: DUFF – Hast du keine, bist du eine!

The DUFF ist der Teeniefilm des Jahres und – wenn ihr mich fragt – das neue „Girls Club – Vorsicht zickig!“. Wer auf High School Movies steht, für den ist diese Buchverfilmung ein klares Muss.



Handlung DUFF:

Seit ihrer Kindheit sind die High-School-Schülerinnen Bianca, Jess und Casey ein Herz und eine Seele. Bis Biancas Sandkastenfreund, Football-Star und Mädchenschwarm Wesley, ihr gegenüber beiläufig erwähnt, dass alle in ihr nur die „DUFF“ (Designated Ugly Fat Friend) sehen: als weniger attraktives Anhängsel der Clique wird sie von den Jungs ausgenutzt, um leichter an Jess und Casey ranzukommen. Wütend stellt sie ihre Freundinnen zur Rede, die gar nicht wissen wie ihnen geschieht. Schließlich eskaliert der Streit in einer „Unfriend“-Aktion auf allen sozialen Netzwerken und Bianca sucht ausgerechnet Rat bei Wesley. Im Gegenzug für Nachhilfe in Chemie, soll er ihr helfen, das unschöne „DUFF“-Label loszuwerden und ihren Schwarm Toby zu erobern. Gesagt, getan – wäre da nicht Wesleys zickige Ex Madison, die mit allen Mitteln versucht, Bianca zu sabotieren.

Kritik DUFF:

Satt sich in Selbstmitleid zu suhlen, geht Bianca mit der Diagnose „DUFF“ um wie eine Königin! Sie lässt sich nicht einschüchtern von angeblichen Idealen und Statussymbolen, sondern betont ihre Individualität und beweist dadurch (nicht nur!) innere Schönheit. Die Grundidee des Films ist gefühlt schon zwanzig Mal gesehen und ganz klar vorhersehbar – dennoch erwartet einen hier nicht die klassische Cinderella Story. Bianca ist eine liebenswerte, lebensfrohe und vor allem lustige Persönlichkeit, die zwar auch mit Teenie-Problemen hadert und Streits mit ihren besten Freunden nicht vermeiden kann, aber im Zweifel dennoch unverwüstlich bleibt. Was ich besonders an ihr mag ist: Es stört sie nicht so sehr als DUFF bezeichnet zu werden wegen der Jungs, sondern weil sie sich von ihren Freundinnen betrogen fühlt. Bianca will sich nicht zur Promqueen mausern um ein Männerherz zu gewinnen, sondern macht das ganz nebenbei durch ihre Natürlichkeit und Unbefangenheit – und erhält damit ganz klar Vorbildqualität!

Es macht einfach Spaß. DUFF zu schauen. Der Film ist witzig, nimmt die Jugend mit ihren Social-Media-Gewohnheiten auf den Arm und stellt die Schulzeit recht authentisch dar, ohne sie zu romantisieren oder überdramatisieren. Im Mittelpunkt des Komödie steht nur auf den ersten Blick eine traditionelle High School Romanze. Die wahre Love Story des Films bezieht sich jedoch eher auf die bombenfeste Freundschaft des Dreiergespanns rund um Bianca, Jess und Casey.

 

(c) cbcfilms

 

Wer keine Lust auf Happy Ends hat, keine kurzweiligen und vorhersehbaren Storys mag und lieber Tiefgang sucht, der wird sich mit dem bunten, lebensbejahenden und positiven Feeling des Fims nicht anfreunden können – aber das sollte schon der Trailer hervorheben. Die Besetzung ist passend, allen voran die liebenswerte und unschlagbare Hauptdarstellerin Mae Whitman sowie ihre fiese Gegenspielerin Bella Thorne, doch der männliche Hauptdarsteller Robbie Amell bestätigt ein typisches Problem in Filmen und Serien mit jungen Charakteren: Die Besetzung ist oft gut und gerne 10 Jahre älter als die Figuren und passt dann oft gar nicht auf einen Schulflur oder in einen Klassenraum. das tut der Story jedoch keinen Abbruch!

Am Ende des Films steht die altbekannte und immer wieder gern gehörte Lehre: Sei du selbst! Hab Spaß an deinem Leben und lass dir nicht von Schönheitsidealen vorschreiben, wie du zu sein hast.

Fazit:

The Duff ist ein spaßiger Teen Movie, wie man ihn sich als Fan von Coming of Age Komödien und Teenie Romanzen nur wünschen kann. Aufgrund des geringen Anspruchs bleibt die Bewertung trotzdem mittelmäßig!

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