Filmkritik: Insidious Chapter 3

Jede Geschichte hat einen Anfang

Das Gruseln geht weiter – mit Insidious Chapter 3 erwartet uns das Prequel der erfolgreichen Horrorfilm-Reihe. Ob uns die Anfängevon Elise Medium-Karriere das Fürchten lehren?


Quelle Trailer: Sony Pictures Germany

Handlung:

Quinn Brenner vermisst ihre verstorbene Mutter so sehr, dass sie Kontakt mit ihrem Geist aufnehmen will. Hierfür bittet sie Elise um Hilfe – nach einer kurzen Seance wird Quinn jedoch wieder vor die Tür gesetzt. Dann geschehen plötzlich seltsame Ereignisse -doch handelt es sich bei dem Besucher aus dem Jenseits um ihre Mutter oder einen bösen Geist?

Kritik:

Ich persönlich stehe ja auf Horrorfilme, obwohl ich nicht so leicht zu beeindrucken bin. Ich mag es mich zu gruseln, nur schaffen das leider die wenigsten Horrorfilme – aber ich gebe nicht auf und teste jeden Streifen. Deswegen habe ich auch INSIDIOUS CHAPTER 3 eine Chance gegeben, obwohl Teil 1 leider eher langweilig fand (wer kann so eine schwarz-rote Fratze schon gruselig finden?). Ich bin auch froh darüber, denn das Prequel konnte mich um einiges mehr überzeugen.

Natürlich wird storytechnisch hier auf alte Klischees zurückgegriffen – ein unschuldiges Mädchen, dass seine Mutter in der Geisterwelt rufen will und anschließend von der Geisterwelt heimgesucht wird, niemand glaubt ihr zunächst und am Ende laufen doch alle zum Medium, um gerettet zu werden. Natürlich ist dieser Verlauf vorhersehbar, aber in einem Horrorfilm kommt es auf die eigentliche Geschichte ja auch nicht an.

Für mich sind die richtige Athmosphäre und Stimmung viel wichtiger um richtig ins Gruseln zu kommen. Hierfür bedarfs nun einmal nicht unbedingt einer durchdachten Story, sondern dem richtigen Umgang mit Soundeffekten, Licht, Setting, Einstellungen oder Tempo. Und natürlich sollte in einem Film wie INSIDIOUS auch der Geist gruselig aussehen – und nicht wie ein Unfall in der Maske.

Genau damit weiß der Film zu spielen. Das Setting ist die meiste Zeit dunkel – natürlich haben wir hauptsächlich Nacht. Häufig wird auf das einfachste aller Horrormittel zurückgegriffen – pure Stille. Gerade wenn man in meinem nur leicht gefüllten, dunklen Kinosaal mit Fremden sitzt, ist das genau der richtige Trick.

Natürlich ist die Kombination aus Stille, Dunkelheit und einem ruhigen Geschehen, dass sich nur langsam zum Schockmoment steigert nicht neu – aber was soll man sagen – es wirkt und lässt das Herz langsam rasen.

Dazu präsentiert uns das Prequel einen echt gruseligen Geist, der sich häufig im Halbdunkel versteckt und mit widerlichen Geräuschen überzeugt. Tochter und Vater sind zwar die typischen platten Charaktere, dafür dreht Elise so richtig auf. Zu Beginn noch die verängstigte, trauernde Witwe, die wirkt als würde sie beim nächsten Schnupfen aus den Latschen kippen, wird sie schnell zur coolen Alten. Diese Entwicklung ist zwar durchaus vorhersehbar, doch auch unterhaltsam – die gute Frau hat Sprüche drauf.

Sicher ist INSIDIOUS CHAPTER 3 kein Horrorfilm der das Genre revolutionieren wird und greift auf viele alte Tricks zurück, aber er versteht es damit die richtige Stimmung zu schaffen. Wenn ein Film es schafft mich bei jedem Popcorngeraschel, in einer Mittagsvorstellung, zusammenzucken zulassen, dann hat er durchaus Respekt verdient.

Fazit:

INSIDIOUS CHAPTER 3 schafft es mit einfachen Mitteln und einem echt gruseligen Geist die richtige Athmosphäre zu schaffen. Für Horrorfans ein sehenswerter Streifen.

07 von 10 Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

 

 

[atari]

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Ein Gedanke zu “Filmkritik: Insidious Chapter 3

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