Filmkritik: Jurassic World

Der Park ist nicht genug

Auch wenn es abgedroschen klingt, wir versprechen euch: Jurassic World ist großes Kino. Euch erwartet Unterhaltung vom Feinsten, mit jeder Menge Action, Spannung und Witz.

 

Handlung Jurassic World:

22 Jahre sind seit dem Unglück im Jurassic Park vergangen. Die Forscher haben aus den Ereignissen gelernt (zumindest teilweise) und ein sicheres Resort errichtet. Die Brüder Zach und Gray besuchen auf der Insel ihre Tante Claire, die dort die Parkleitung übernimmt. Der Familienurlaub wird jedoch getrübt, als ein neu erschaffener Hybrid-Dinosaurier entkommt und das Resort in Panik versetzt. Mit Hilfe von Ex-Militär Owen versucht Claire ihre Neffen zu retten.

Kritik Jurassic World:

Die Angst war groß, dass Jurassic World enttäuscht und nur eine Kopie des Klassikers Jurassic Park in größerem Setting ist. Doch zum Glück ist das nicht der Fall, denn der Film macht einfach Spaß. Dabei ist es schön zu sehen, wie dem alten Park immer wieder mit ein paar Easter Eggs Tribut gezollt wird. Ob Logo, die Ausgrabung einer Raptor-Kralle oder das altbekannte Jurassic Park Theme – der Klassiker ist immer wieder zu spüren. Genau das ist auch clever: die alten Filme nicht zu vernachlässigen ohne sie kopieren zu wollen.

Einen gewissen Vergleich kann man sich als Fan jedoch nicht verkneifen. So mag der neue Streifen brutaler wirken, gleichzeitig spielte Jurassic Park etwas mehr mit dunklen Settings. Schreckmomente entstehen hier durch rasante Action und Brutalität, früher gelang dies mit Atmosphäre durch Dunkelheit und Sound.

In der Qualität der Computer Animation der Dinosaurier übertrifft Jurassic World natürlich seinen Vorgänger. Kein Wunder – denn Experten gaben ihren Rat zu Aussehen, Bewegungen und Verhalten der Tiere. Obwohl die Grundidee reine Fiktion ist, ist diese in sich stimmig. Umso beeindruckender und realistischer wirken kleine Details, wie Blinzeln oder ein Flattern der Nüstern. Gerade soundtechnisch liefert der Film, was man von Dinosauriern erwartet: stampfende sowie gewaltige Schritte, ein heiser grimmiges Knurren oder Atmen und kehliges, markerschütterndes Gebrüll.

Bei der Besetzung macht Chris Pratt (Guardians of the Galaxy) zwar eine gute Figur als cooler Retter mit seinen muskulösen Oberarmen, lässt aber etwas den Witz vermissen, den er sonst in größerem Ausmaß in seine Rollen einbringt. Dennoch gibt es durchaus mehr zu lachen, als im Vorgänger. Allerdings vermögen es die Kinder fast die Großen auszustechen, da ihre Interaktion einfach gut funktioniert. Nick Robinson (Kings of Summer) ist einer der Jungdarsteller, die sich momentan auf den aufsteigenden Ast begeben: der Junge ist charismatisch und unglaublich präsent.

Natürlich unterliegt der Film einigen Klischees. Die unterschiedlichen Brüder, die sich erst durch die Ausnahmesituation wieder näher kommen. Die eiskalte Businessfrau, die durch den Helden ihr Herz entdeckt und mutig wird. Wenngleich die Lovestory immerhin nicht störend wirkt. Umso störender war leider unpassende und unnötige Einwurf einer nahenden Scheidung der Eltern – das kam aus dem Nichts und wurde zum Schluss nicht mal aufgeklärt.

Immerhin liefert Jurassic Park mal wieder einen Film, bei dem sich 3D lohnt und wenn ihr die Chance habt – make it big, go IMAX. Der Park, die Dinos – alles ist wie gemacht für die überdimensionale Leinwand. Die Action ist so gestaltet, das man endlich wieder öfter das Gefühl bekommt das Bild bewegt sich auf einen zu.

Fazit:

Jurassic World ist der Sommer-Blockbuster schlechthin und ein definitives must see. Lasst euch von kleinen Mankos nicht abschrecken und diesen Film nicht entgehen!!

P.S.: Genießt den Boss-Kampf schlechthin, der den wahren König der Jurassic World zeigt!

08-couchpotatos-neu
[atari & reibeisen]

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5 Gedanken zu “Filmkritik: Jurassic World

  1. Pingback: Movie Quote: Jurassic World | Motion Picture Maniacs

  2. Stimme deiner Einschätzung zu. Eine Sache hat mich an dem Film aber richtig geärgert: Dass die Miltärs mal wieder so dämlich sein sollen, aus den Viechern Waffen machen zu wollen – das hatten wir doch schon x-mal im Kino…

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Die besten Filme 2015 | Motion Picture Maniacs

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