Filmkritik: Avengers – Age of Ultron

Age of Superheroes

Die Avengers sind zurück und sie haben einiges im Gepäck, dass ihr euch nicht entgehen lassen dürft. Marvel-Fans – Assemble!


Quelle Trailer: Marvel Deutschland

Handlung:

Hydra hat S.H.I.E.L.D. infiltriert und jetzt im Besitz mächtiger Artefakte, wie Lokis Zepter. Das können die Avengers natürlich nicht auf sich sitzen lassen und holen sich das Zepter wieder. Doch dabei stoßen sie auf finstere Pläne zur Erschaffung einer künstlichen Intelligenz. Tony Stark sieht darin auch eine Chance auf Frieden in der Welt und erschafft Ultron. Ultron sieht jedoch einen ganz anderen Weg zum Frieden…

Kritik:

Endlich ist unsere Lieblings-Superheldentruppe wieder auf der großen Leinwand. Dabei zeigen sie uns eins – wir haben noch lange nicht genug von Marvel. Mit geballter Action, einer guten Portion Drama und dem üblichen schelmenhaften Marvel-Humor.

Die Avengers haben sich weiterentwickelt. Obwohl sie sich ihren Witz nicht nehmen lassen und im Gegensatz zu DC doch bunt wirken, ist das neue Abenteuer doch eine Stufe düsterer angelegt als bisherige Plots. Zwar wird dabei auf die altbewährte Fiesling-Strategie, die Gruppe mit Psychotricks von Innen heraus zu zerstören (wer hat denn da von Loki geklaut?), angewandt, aber dennoch tritt der Film nicht auf der Stelle. Vor allem wurde eine gute Schippe Drama draufgelegt. Die inneren Konflikte gehen weitaus tiefer und sogar grundlegende moralische Fragen werden aufgeworfen. Gerade der Plot um Banner treibt einen gern das ein oder andere Tränchen ins Auge.

Aber dennoch wird uns marvel-typisch, kein finsterer Ultra-Bösewicht präsentiert. Ultron ist nicht einfach nur ein Roboter mit fiesen roten Augen, er hat durchaus einen Sinn für Humor. Mit James Spader wurde die perfekte Besetzung gefunden. Wer den Amerikaner aus Serien wie „The Blacklist“ oder „Boston Legal“ kennt, wird ihn direkt in der Mimik Ultrons wiedererkennen. Seine „seductive voice“, wie es die Macher beschreiben, lassen einen fast an seine verqueren Parolen glauben. Wollt ihr also die volle Lagun Ultron, dann schaut euch den Film auf jeden Fall im OV an. Da kann man sogar fast verzeihen,dass Ultron von Tony Stark und nicht Hank Pym erschaffen wurde.

Doch Ultron ist nicht das einzige neue Schmankerl, dass uns die Avengers präsentieren. X-Men-Power erleben wir mit Scarlett Witch und Quicksilver. Obwohl ich gestehen muss, dass mir die unbeschwerte Version von Quicksilver aus dem X-Men-Film besser gefiel als das russische Zwillingspaar mit negativer Aura der Avengers. Mein Comic-Herz blutet auch leicht beim sehr zurückhaltenden Outfit von Scarlett Witch – ich will sie in rotem Body und mit Cape sehen. Wie der Trailer bereits verriet, erwartet uns auch Vision. Wie Vision in die Handlung eingebaut wird, nunja, das müsst ihr euch schon selbst ansehen. Eins sei aber schon gesagt – ich hätte Paul Bettany fast nicht erkannt unter all der roten Schminke.

Die Marvel-Macher waren dieses Mal wohl auch der Meinung, dass etwas Liebe fehlt. Daher erwarten uns gleich zwei Lovestorys. Eine überraschend und doch irgendwie niedlich. Die andere verrät bereits der Trailer – Black Widow und Hulk. Für mich mindestens genauso überraschen – wo kam das denn her? Zu Beginn mag dies daher vielleicht etwas Fehl am Platz wirken, doch in Kombination mit Banners entstehendem inneren Konflikt an späterer Stelle, macht diese Entwicklung doch wieder Sinn.

Fazit:

Die Avengers liefern uns wieder eine sehr gelungene Mischung aus Action und Humor, die wir bei Marvel so leben. Dabei entwickeln sich unsere Superhelden weiter, wenn auch einige Strategien vom Vorgänger wieder aufgegriffen werden. Wir sind weiterhin Fans.

08 von 10 Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

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5 Gedanken zu “Filmkritik: Avengers – Age of Ultron

  1. Interessant, dass du den Film diese düstere Note zusprichst. Ich habe die nämlich eher vermisst, obwohl die Trailer diesen Anschein gemacht haben. Gerade da der Film so witzig war, hat mir einiges an „Ernsthaftigkeit“ gefehlt 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Wir haben den Film in zwei Sendungen von uns besprochen und es ist echt faszinierend, wie die Meinungen auseinander gehen können. Eileen, die wir zur Pressevorführung in Hamburg geschickt haben, war vollends begeistert vom Film und gibt ihm unumwunden Höchstwertung ( http://www.nerdtalk.de/12450-nerdtalk-sendung-389/ ).
    Eine Woche drauf habe ich den Film gesehen und besprochen und war eher enttäuscht als begeistert: Der Film hat kaum Innovation und dient nur als Überleitung zum dritten Teil. Spannenderweise gab es dann auch viel Zuspruch für diese Sichtweise ( http://www.nerdtalk.de/12461-nerdtalk-sendung-390/ ).

    Also letztlich wird man sich selbst seine Meinung bilden müssen: Einen kleinen Knacks hat Marvel aber bei mir persönlich schon bekommen.

    Gefällt 1 Person

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