Filmkritik: „The Spectacular Now: Perfekt ist jetzt“

The best part about now is there’s another one tomorrow

Ihr mögt „500 days of summer“? „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ habt ihr schon mindestens drei Mal gesehen? Die ungetrübte Leichtigkeit von Fast-Schulabgängern und das High School Feeling treffen genau euren Geschmack? Dann lege ich euch wärmstens diesen Film ans Herz, aber auch an Augen und Ohren, denn hier wird alles gleichermaßen beansprucht. Wir kommen zwar erst zwei Jahre nach USA-Veröffentlichung in den Genuss dieses herausstechenden Coming-of-Age-Films, aber das Warten hat sich gelohnt!

Handlung:

Sutter Keely ist der Typ von Junge, vor dem einen die Eltern sicher ferngehalten hätten. Der selbstbewusste, charmante und vor allem planlose Draufgänger lebt im Hier und Jetzt und pfeift auf Zukunftssorgen. Sutter lässt keine Party aus und keinen Drink unberührt. Während andere sich mit College-Bewerbungen herumplagen, schläft er seinen Kater aus. Dass ihn plötzlich seine Freundin verlässt, ist Grund genug sich so heftig zu betrinken, dass er in einem fremden Garten einpennt. Dort wird er am nächsten Morgen von der eher pflichtbewussten, schüchternen Aimee gefunden, der er bisher keine Beachtung in der Schule geschenkt hat. Trotz gewaltiger Unterschiede finden die beiden schnell zueinander und versuchen, ihr „perfektes Jetzt“ zu genießen, doch das ist nicht immer so einfach…

Kritik:

Was nach einer typischen „High-School-Rowdie“ verliebt sich in „Graue Maus“ Story klingt, ist tatsächlich tiefgründiger, liebevoller gestaltet und vor allem schöner anzusehen als ein Durchschnittsteeniefilm. Miles Teller und Shaileene Woodley verkörpern zwei ungezwungene, authentische Jugendliche mit natürlicher und unübertriebener Attraktivität. Ihre Charaktere wirken ungespielt und erwecken beim Zuschauen nicht nur den Wunsch, dass beide ihr Glück finden, sondern auch angenehm nostalgische Gefühle.

Hinzu kommt, dass Hauptfigur Sutter kein Prom King und kein Traumprinz ist, sondern durchaus unsympathische Züge hat – allen voran seinen Alkoholkonsum, mit dem er Aimee zunehmend ansteckt. Doch damit wird herrlich ehrlich umgegangen als ein Faktor, der zum Erwachsenwerden dazugehört, genauso wie zerbrechende Jugendlieben, Kein-Bock-Attitüde und Zukunftsängste.

Insgesamt kommt der Film aufgrund der warmen Farben und stimmungseinfangenden Musik beruhigend daher und man merkt schon nach den ersten zehn Minuten, dass er Spaß macht und wirklich gut ist. Nicht nur die beiden Hauptdarsteller sind fantastisch, auch die Nebenbesetzung, darunter der grandiose Bod Odenkirk („Better call Saul“ und „Breaking Bad“) und Brie Larson („Taras Welten“), passt perfekt.

Plus: Der Film enthält einige potenzielle Movie Quotes für uns.

 

Fazit:

„The Spectacular Now: Perfekt ist jetzt“ ist ein stimmungsvoller Coming-of-Age Film, der storytechnisch zwar nicht vollends zufriedenstellend ist und den Zuschauer zum Teil mit Fragen zurücklässt, aber Dank eines harmonischen Casts und eines einladenden Sets trotzdem das Gefühl gibt „den muss ich nochmal sehen“.

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[reibeisen]

 

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3 Gedanken zu “Filmkritik: „The Spectacular Now: Perfekt ist jetzt“

  1. “Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hat mir extrem gut gefallen, inkl. Taschentücher-Alarm :). Das “The Spectacular Now“ erst jetzt 2 Jahre später bei uns veröffentlicht wird, verstehe ich mal wieder nicht. Hat sich wohl kein Verleih getraut, oder waren die Schauspieler zu unbekannt? Naja, dank “capelight pictures“ darf ich mich nun selbst davon überzeugen, eure Kritik macht schon mal Lust auf mehr.

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  2. Pingback: Filmkritik: Kings of Summer | Motion Picture Maniacs

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