Filmkritik: Jupiter Ascending

Der Fluch der ersten Teils

Jupiter Ascending – das groß angekündigte Sci-Fi-Abenteuer des Jahres. Doch kann es den Erwartungen gerecht werden? Wir verraten euch, wieso der Film unter dem Fluch des ersten Teils leidet.

Quelle Trailer: Warner Bros DE

Handlung:

Jupiter hat ihr Leben satt. Jeden Tag heißt es früh aufstehen und für andere putzen. Doch eines Tages wird sie von Aliens angegriffen und ihr Leben ändert sich von Grund auf, denn Jupiter ist die Reinkarnation einer Königin des Universums und somit rechtmäßige Herrscherin der Erde. Doch der Planet enthält wichtige Ressourcen um das Altern der anderen Herrscher aufzuhalten. Bald ist jeder hinter ihr her…

Kritik:

Die Erwartungen waren groß – endlich mal wieder ein ordentliches Sci-Fi-Abenteuer. Doch groß war in diesem Film leider nicht alles. Eine große Besetzung – mit Channing Tatum, Eddie Redmayne und Mila Kunis auf jeden Fall. Große Bilder – glänzende Raumschiffe und die verschiedensten Planeten haben wirklich gezeigt, was die Macher an Animationskunst draufhaben. Doch das wichtigste von allen, große Unterhaltung zuliefern, ging leider etwas unter. Obwohl die grundlegende Story durchaus spannend ist, kam nicht wirklich das Gefühl des Mitfieberns auf. Doch warum ist das so, wenn doch die Voraussetzungen stimmen?

Hier kommt der Fluch des ersten Teils ins Spiel. Klingt zunächst vielleicht etwas merkwürdig, denn der erste Teil ist doch immer der Beste. Das mag für Filme, die ursprünglich nur auf einen Teil ausgelegt waren, auch stimmen. Liegt nun aber eine Story zu Grunde, die sich über mehrere Bände streckt, kann Teil eins oft nicht mithalten. Aus einem ganz einfachen Grund: Der ganze Film stellt eine einzige Einleitung dar. Genau das ist bei Jupiter Ascending der Fall. Fast schon chronologisch wird eine Figur nach der anderen vorgestellt und das nach dem immer gleichen Schema. Wir erfahren wer die Person ist, woher sie kommt, die Backgroundstory und deren Motivation. Haben wir dann alles Nötige erfahren, wird Jupiter in einer großen Rettungsaktion an den nächsten weitergereicht.

Am erwartet einen der typische Bosskampf, der sich aber bald nicht mehr gegen den Bösen selbst richtet, sondern in eine Flucht vom Planeten artet. Begleitet wird das ganze von Musik, die stark an Star Wars erinnern lässt. Schließlich bleibt man mit dem Gefühl zurück, es wäre gleichzeitig viel und doch auch gar nichts passiert. Der grundlegende Konflikt bleibt bestehen, doch anscheinend machen die Bösen bis zum zweiten Teil Kurzurlaub.

Fazit:

Jupiter Ascending ist leider kein Sci-Fi-Epos, sondern die Einleitung zu einem geworden. Dadurch fehlt es an wirklicher Spannung. Doch Potenzial ist da und macht Hoffnung für die folgenden Filme.

06 von Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

[atari]

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