Filmkritik: The Drop

Der Name ist Programm

Ich sitze im dunklen Kino und plötzlich erscheint da dieser Trailer. Was ich sehe ist Tom Hardy und eine verzwickte, düstere Story. Endlich kommt mein Lieblingsschauspieler wieder zurück auf die Kinoleinwand – das muss ich sehen. Doch manchmal können auch herausragende Schauspieler den Film nicht retten.

Quelle Trailer: FoxKino

Handlung:

Bob betreibt mit seinem Cousin Marve eine Bar. Doch in diesem Viertel kann eine stinknormale Bar jederzeit der Ort für einen Drop werden. The Drop – Geld geht über die Ladentheke, verschwindet über ein Loch im Tresen im Safe und wird von der örtlichen Mafia am nächsten Tag einkassiert. Jeder weiß, dass Bobs Bar Shauplatz eines Drops war und wieder werden kann. Doch eines Tages rauben trotzdem ein paar Kleinkriminelle die Bar aus und treten damit folgenschwere Ereignisse los…

Kritik:

Im Trailer wird The Drop als spannender Thriller beschrieben. Liest man sich die Handlung durch, kann man dem durchaus zustimmen. Doch begibt man sich in den Kinosaal und schaut sich diesen Film an, dann beginnt er The Drop – der Fall der Spannung.

Was soll ich sagen? Tja, eigentlich nicht viel. Viel Gutes gibt es nicht. Ich verließ das Kino und war froh,dass ich für den Film zum Glück kein Geld bezahlt hatte. Doch ich will euch natürlich nicht die Gründe meiner Enttäuschung vorenthalten.

Was verbindet man mit einem Thriller? Genau, Spannung. Doch daran fehlt es hier leider gänzlich. Es wird schon deutlich, dass sich alles auf einen großen Showdown und einen Handlungstwist zubewegt. Doch leider bewegt sich dieser Film sehr langsam. Nach dem ersten Überfall kommen immer wieder Szenen hoch, bei denen deutlich wird,dass Bob und Marve beschattet werden. Doch Angst oder Beklemmmung will dabei nicht wirklich hochkommen. Ein langsamer Thriller ist sicher etwas Neues und die Geschwindigkeit des Films soll den großen Showdown umso krasser wirken lassen. Doch der Schuss geht nach hinten los. Ein Kontrast, der den Zuschauer, schocken soll, entsteht gar nicht. Denn auch das Finale bleibt langsam, ist dabei aber auch gleichzeitig zu schnell vorbei, wird einfach abgetan. Auch der Handlungstwist fällt eher klein aus.

So wie der Spannungsbogen auf einem konstant niedrigen Level bleibt, so fallen auch weitere gestalterische Mittel nicht auf. Weder Musik, Einstellungen noch Schnitte lassen ein besonderes Geschick erkennen, alles ist Standard. Lediglich die Settings und Farbtöne der Aufnahmen sind gut gewählt. Eine gewisse düstere Grundstimmung kommt hierdurch auf.

Zu erwähnen beibt da nur noch die schauspielerische Leistung. Noomi Rapace läuft leider fast nur wie ein aufgeschrecktes Huhn durch die Gegend, selbst wenn es nur ums Gassi gehen geht. Einziger Lichtblick ist Tom Hardy. Er vermag es gleichzeitig zurückhaltend und mutig zu wirken. Aufgewachsen in einer kriminellen Welt, lässt er sich so leicht nicht unterkriegen, dennoch wirkt er teilweise unsicher und warmherzig. Auf subtile Art und Weise verbindet Hardy mit seiner Mimik und Gestik, die widerstreitenden Charakterzüge ohne den Kontrast zu stark darzustellen.

Fazit:

Grundlegend eine Story mit Potential deren dramaturgische Strategie nach hinten losgegangen ist. Lediglich Tom Hardy bleibt positiv hervorzuheben. Spart euch also lieber das Kinogeld.

05 von Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

 

 

[atari]

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Ein Gedanke zu “Filmkritik: The Drop

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