Halloween Special – Filmtipp: „Die Präsenz“

Das Kinoextra zu Halloween – Kinostart am 31.10.2014!

Der deutsche Horrorfilm geht mit einer ordentlichen Online-Kampagne ans Werk – ihr bestimmt wo der Film gezeigt wird! Aber wollt ihr das wirklich? Nicht, dass ihr Paranoia bekommt, lest vorab unsere Review.


Quelle Trailer: KinoweltTV

Handlung:

Markus beschäftigt sich in seiner Studienarbeit mit volkstümlichem Aberglauben und dem Poltergeist-Phänomen. Die Grundlage für seine Forschung soll eine abgelegene Burg bieten, in der es gerüchteweise seit Jahrhunderten spukt. Gemeinsam mit seiner Freundin Rebecca und Kumpel Lukas macht er sich auf, um in dieser Burg die Ferien zu verbringen. Das Unheil lässt nicht lange auf sich warten. Schon bald stehen Klopfen und Poltern auf der Tages- (bzw. Nacht-) -ordnung und die Freunde realisieren, dass sie nicht allein sind.

Kritik:

Drei Studenten bewaffnet mit Wackelkamera allein im gruseligen Wald. Auf einmal passieren mysteriöse Dinge, komische Geräusche erfüllen die Nacht und der erste der Freunde beginnt panisch zu werden – Blair Witch lässt grüßen, denkt man da schnell. Doch stattdessen erwarten die drei Ahnungslosen Nächte á la Paranormal Activity, The Conjuring oder Grave Encouters. Deutsche Filmemacher sind auf den Dämonenzug aufgesprungen und liefern uns damit nicht einen, sondern DEN deutschen Horrorfilm, wie der Beiname des Films verkündet.

Fest steht, unheimliche Geräusche vom Dachboden, wehende Vorhänge bei Windstille, Schlafwandler und gruselige Gestalten im Spiegel gehören zur Grundausstattung eines anständigen Geisterfilms. Von daher hat Drehbuchator und Regisseur Daniele Grieco seine Hausaufgaben gemacht. Und seien wir ehrlich: Selbst beim 5. Mal erschrecken wir uns noch, wenn alle Beteiligten brav schlafen und wie aus dem nichts eine Tür auffliegt. Der Found-Footage-Stil trägt seinen Teil dazu bei, etwas nähe an sich herankommen zu lassen und vielleicht im Laufe des Films doch eine Lichtquelle herbei zu wünschen 😉 Allerdings wurde beim Cutten mit Bildstörungen ziemlich übertrieben, sodass es beim Gucken eher störend, als VERstörend wirkt. Unerwartete Schnitte und Szenenwechsel, fiese Musik und Geräusche sowie plötzliche Zeitsprünge garantieren dafür Schreckmomente am laufenden Band.

Die drei – übrigens einzigen – Darsteller des Films Liv Lisa Fries, Matthias Dietrich und Henning Nöhren sind alle bereits als Schauspieler oder Synchronsprecher bekannt, dennoch wirken manche Dialoge leider starr und unnatürlich. Außerdem fragt man sich spätestens nach Tag 7 auf der Burg, warum die drei nicht einfach das Weite suchen und diesen furchtbaren Ort verlassen. Scheiß auf die Studienarbeit, Markus!

Alles in allem sorgt „Die Präsenz“ definitiv für ein Gruselerlebnis. Für Kubrick-Fans nicht unbemerkt bleibt eine Szene, in der eine Figur einen Ball gegen die Wand schlägt und eine andere zeitgleich einen Text in den Laptop hackt, die sehr stark an Shining erinnert.

Fazit:

Definitiv für Fans von Filmen mit Fokus auf Spukhäuser und das Übernatürliche! Auf jeden Fall alleine oder mit anderen Schreckhaften zusammen gucken und sich von der angespannten Stimmung mitreißen lassen, dann ist ein unwohles Gefühl beim Einschlafen garantiert!

 

[atari & reibeisen]

 

 

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