Filmkritik: The Riot Club

Geld regiert die Welt

Junge, gut aussehende, elitäre Studenten in einem Club namens „Riot Club“. Das klingt schon nach viel Ärger und viel Potential einer guten Story. Wer wissen will, was in Oxford wirklich abgeht, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.

Quelle Trailer: vipmagazin

Handlung

An der Oxford University existiert schon seit ewiger Zeit ein elitärer Club der besten zehn Studenten. Um Mitglied zu sein, muss man reich sein, gut aussehen und etwas im Kopf haben. Zu Beginn des neuen Semesters sucht der Club zwei neue Mitglieder. Die Wahl fällt auf die Neulinge Alistair (Sam Claflin, u. a. Die Tribute von Panem 2) und Miles (Max Irons).Während Alistair der typische reiche Junge aus gutem Hause ist, kann es Miles nicht leiden sich nur auf dem Geld seiner Familie auszuruhen. Daher entsteht gleich zu Beginn eine Rivalität zwischen den beiden. Obwohl sie unterschiedliche Ansichten über das Leben haben, genießen beide die Zeit im Riot Club. Bis das große Clubdinner ansteht und einfach alles außer Kontrolle gerät.

Kritik

The Riot Club ist keine große Hollywood-Produktion, sondern eine britische Schöpfung. Genau das merkt man dem Film auch an und genauso muss es sein, schließlich dreht sich alles um Oxford. Hier gibt es keine geschönten Bilder und bunten Farben. Hier wird die harte Realität geliefert und nur so wird es interessant.

Sicher ist uns der grundlegende Ansatz, reiche Kids die auf den Putz hauen, nicht neu. Doch werden uns hier nicht einfach nur partywütige Studenten geliefert, die einen über den Durst trinken. Zu Anfang mag das noch so scheinen, doch dient diese Darstellung nur dem Aufbau des Spannungsbogens. Mit jeder Minute merkt der Zuschauer mehr, welche verquere Weltsicht die elitären Jungs besitzen und dass sie sich über Konsequenzen keine Gedanken machen. Zwar wird dadurch auch schnell klar, dass sich der Film auf einen Höhepunkt mit absoluter Eskalation hin entwickelt. Doch am Ende ist der Zuschauer trotzdem geschockt von so viel Wahnsinn und Brutalität.

Interessant ist auch der Tempowechsel in der Erzählung. Wird uns zu Beginn noch alles in schneller Abfolge geliefert – es folgt eine berauschte Nacht nach der anderen – verläuft das Clubdinner ganz anders. Die erste Hälfte des Films vergeht, wie im Flug, mehrere Tage vergehen. Doch für den Abend des Dinners, nimmt man sich die komplette zweite Hälfte Zeit. Genau diese Taktik unterstützt nur die Präsentation des schwelenden Grolls von Alistair.

Das Dinner ist wirklich eine Klasse für sich. Man fragt sich, wie diese Jungs nur so viel essen und vor allem trinken können. Das ist kein Festmahl mehr, das ist Völlerei. Dabei gilt es auch wirklich alle Gelüste zu befriedigen, Frauen dürfen also nicht fehlen. Welches Thema dabei angeschnitten werden soll, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Die Art und Weise des Films mag für manche sicher gewöhnungsbedürftig sein – gerade der Wechsel von lauten und schnellen Bildfolgen, zu langen dialoglastigen Geschehnissen. Doch wenn man sich darauf einlässt, erlebt man einen Film aus dem man geschockt wieder herausgeht. Geschockt über die Ansichten der „Elite“ Großbritanniens, geschockt über die Unfähigkeit aus den eigenen Taten etwas zu lernen und geschockt darüber, wie viel man mit Geld tatsächlich wieder gut machen kann.

Fazit

The Riot Club ist ein Film, der zum Nachdenken anregt und mit einigen talentierten Jungstars aufwarten kann. Wer auf Dramen steht, sollte sich die britische Produktion nicht entgehen lassen.

7 von 10 Couchpotatoes. Die Couchpotato ist Maskottchen der Motion Picture Manias, eine Comic-Kartoffel.

 

 

 

[atari]

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3 Gedanken zu “Filmkritik: The Riot Club

  1. Pingback: Kinostarts der Woche: The Riot Club und Annabelle | Motion Picture Maniacs

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