Filmkritik: 22 Jump Street

Same shit, different day

Mit der Neuauflage von 21 Jump Street verbinde ich einen tollen Abend mit meiner Bloggerkollegin und Freundin Reibeisen, also war 22 Jump Street ein Muss für mich. Obwohl die Fortsetzung eine typische amerikanische Komödie ist, die nicht viel Neues zu bieten hat, weiß sie einen zum Lachen zu bringen. Erlebt sommerliche Unterhaltung mit Channing Tatum und Jonah Hill.

Quelle Trailer: SonyPicturesGermany

 

Handlung:

Nach ihrem Erfolg beim Undercover-Einsatz auf der Highschool dürfen Jenko (Channing Tatum) und Schmidt (Jonah Hill) nun als echte verdeckte Ermittler arbeiten. Doch der erste Einsatz geht schief und so werden sie dazu verdonnert ihren Schuleinsatz zu wiederholen. Wieder ermitteln sie als Schüler getarnt um einen Drogenring auffliegen zu lassen. Doch es führt sie nun an die Uni. Bald sorgen sie wieder für jede Menge Chaos und der Fall stellt sich als größer heraus, als gedacht.

Kritik:

22 Jump Street sagt es uns oft genug – es ist das Gleiche, wie beim letzten Mal. Gleiche Story, gleiche Charaktere, gleicher Fall, nur ein anderes Setting. Sicher alles total langweilig und nicht gerade kreativ. Doch weist uns der Film ja selbst oft genug auf diesen Umstand hin und nimmt sich immerhin selbst etwas auf die Schippe. Und wie heißt es so schön – never change a winning team. Das trifft auch hier zu. Jonah Hill und Channing Tatum ergänzen sich perfekt. Okay, auch das ist tausendmal gesehen – das ungleiche Paar, das zum perfekten Duo wird. Doch das Zusammenspiel der beiden ist gut aufeinander abgestimmt. Ihre Rollen liefern uns sogar etwas Neues – sie sind nun vertauscht. War in 21 Jump Street noch Jenko der Loser, kann der Sportler nun auftrumpfen und Schmidt wird ausgegrenzt. Dennoch schafft es der dickliche Loser, sich wieder ein hübsches Mädchen anzulachen. Im Ernst, wie bekommt er das hin?

Der Rest des Films folgt dem alten Schema. Die Jungs bauen jede Menge Mist und entfremden sich voneinander. Doch die typische Komik, die sich aus Dummheit und Tollpatschigkeit ergibt, zieht hier einfach immer wieder. Die Jungs treten von einem Fettnäpfchen ins andere und das ist einfach herrlich. Die Lacher sind gut getimed, sodass nie wirklich Langeweile aufkommt. Manche Szenen sind sogar zum Brüllen und treiben einem die Tränen in die Augen. Aufgepasst beim Familienessen – das Highlight des Films. Auch sehenswert sind die trockenen Alten-Witze der schlechtgelaunten Mitbewohnerin von Schmidts Freundin.

Ein paar Szenen wirken, wie bei Komödien häufig üblich, eher unglaubwürdig. Da wäre eine Mafiatochter, die ihren Vater herumkommandiert. Oder feiernde Leute, die sich über einen explodierenden Hubschrauber freuen. Generell wirken die Actionszenen teilweise übertrieben und fügen sich nicht so recht ein. Auf dem College darf natürlich eines nicht fehlen – Spring Break. Wie aus dem Hut gezaubert, wird dem Zuschauer die Partysaison der Amerikaner präsentiert.

Fans von Channing Tatum dürfen sich dafür auf eine kleine Tanzeinlage von ihm freuen. Außerdem liefert uns der Sunnyboy ein neues Trinkspiel. Achtet mal auf „Dude“ und „Bro“. Zum Abspann solltet ihr auf jeden Fall sitzen bleiben, denn dann nimmt sich der Film nochmal so richtig selbst auf die Schippe und spendiert uns einen Cameo-Auftritt von Seth Rogen.

Fazit:

Story und Witze von 22 Jump Street sind sicher schon mal da gewesen, doch funktioniert die Strategie einfach. Trotz fehlender Kreativität sind Lacher garantiert. Eine passende Komödie für den Sommer.

7 von 10 Couchpotatoes. Die Couchpotato ist das Maskottchen, eine Comic-Kartoffel.

 

 

 

[atari] 

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2 Gedanken zu “Filmkritik: 22 Jump Street

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