Filmkritik: Das ist das Ende

James Francos höllisch gute Party

Sommerzeit ist Blockbusterzeit! Zu den beliebtesten Blockbuster Topics zählen Weltuntergangsszenarien jeglicher Art. 2013 prophezeiten vor allem Zombies („World War Z”) und Aliens („Pacific Rim”) das Ende der Welt. Momentan bietet „The World’s End” Überlebenstipps für das bevorstehende Armageddon. Doch ein besonderes Schmankerl des diesjährigen Spätsommers sei an dieser Stelle hervorgehoben: „Das ist das Ende”.

Handlung:

Jay Baruchel fliegt für ein gemütliches Wochenende zu seinem Kumpel und Schauspielkollegen Seth Rogen nach L.A. Jay möchte die Tage chillend und zockend auf der Couch verbringen, doch Seth hat andere Pläne. Er schleift Jay zu einer Party von James Franco mit, auf der sich viele Celebrities tummeln und feiern. Wie schon befürchtet, fühlt sich Jay unwohl und geht daraufhin mit Seth in einen nahe gelegenen Kiosk. Von der einen auf die andere Sekunde werden die beiden aus der Normalität gerissen. Menschen werden von blauen Lichtsäulen in den Himmel gesogen, auf den Straßen herrschen plötzlich Chaos und Panik. Die beiden eilen zurück zur Party und verbreiten die Horrornachricht um die Partygäste zu warnen, doch da geht es erst richtig los…

Kritik:

Unerklärliche Kräfte lassen Menschen verschwinden, reißen gigantische Krater in den Boden und setzen die Landschaften in Brand. Kreischende Leute auf den Straßen, überall verbarrikadieren sich Schutzsuchende, in den Städten herrscht Anarchie – und eine alkoholschwangere Truppe von jungen Promis feiert, den bevorstehenden Weltuntergang nicht ahnend, eine ausschweifende Party in den Hollywood Hills. Es hat sich so manch einer schon vorgestellt, wie es wohl sein mag während einer Apokalypse, mit welchen Leuten man zusammen ist, wie man sich verteidigt und überlebt. Das dachten sich wohl auch die Macher des Films, Evan Goldberg und Seth Rogen, und zeigen in ihrem Werk eine urkomische Variante der letzten Erdenstunden.

„Das ist das Ende” ist das Remake eines Kurzfilms aus dem Jahr 2007 mit dem klangvollen Namen “Jay and Seth vs. The Apocalypse” (2007). Das Highlight sind die zahlreichen Darsteller aus bekannten Komödien, die alle sich selbst spielen, darunter neben den Hauptpersonen beispielsweise Jonah Hill, Danny McBride, Michael Cera und Emma Watson. Zusammen ergeben sie einen bunt zusammengewürfelten Haufen aus chaotischen und liebenswerten Charakteren, mit denen man gerne mal die ein oder andere Party feiern und gemeinsam an Überlebensideen basteln möchte.

Die Story trumpft mit Überraschungsmomenten auf: Gerade wenn man denkt, dass eine Situation ziemlich voraussagbar war, passiert etwas völlig Unvorhergesehenes. Dies trifft vor allem auf Cameo Auftritte bestimmter Stars zu, doch zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten.

Flache Witze und dreckiger Humor sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Wem jedoch „Ted” und „21 Jump Street” in guter Erinnerung geblieben sind, der wird auch an dieser zumeist makabren und absurden Komödie großen Gefallen finden. Wer jedoch eher anspruchsvollen Humor bevorzugt, die Schauspieler nicht kennt und über wenig popkulturelle Kenntnisse verfügt, wird sich mit dem Film schwer tun. Um alle Jokes zu verstehen, ist ein gewisses Grundwissen in Sachen Filme und Fandoms Voraussetzung.

Fazit:

„Das ist das Ende” ist genau der richtige Film, wenn man sich einfach mal wieder mit seinen Freunden zusammen setzen und gemeinsam ablachen will. Hirn off, Zwerchfell an!

9 Couchpotatoes photo 09-couchpotatos.jpg

Ich vergebe satte 9 von 10 Couchpotatoes.

[reibeisen]

Quelle Trailer: SonyPicturesGermany

Habt ihr den Film bereits gesehen oder jetzt Lust drauf bekommen?

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7 Gedanken zu “Filmkritik: Das ist das Ende

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