Filmkritik: The Avengers

Wer hat Angst vorm grünen Mann?

In dieser Woche wurde tumblr ja regelrecht geflutet mit Bildern, Beiträgen und Posts zur Comic Con. Angesteckt von der Fanhysterie, nahmen wir uns dies zum Anlass uns einen der größten Comic-Hits des letzten Jahres vorzunehmen. Vergangenen Frühling lieferte uns Buffy-Erfinder Joss Whedon wohl einen gigantischen Blockbuster – die Comic-Verfilmung „Marvel‘s The Avengers“. Mit zahlreichen MTV-Popcorntüten ausgezeichnet, muss dieses Werk also auch hier seinen Platz finden.

Handlung:

Mal wieder wird die Erde von einem fiesen Oberschurken bedroht – es ist kein geringerer als der nordische Halbgott Loki (Tom Hiddleston). Bereits in der Verfilmung um seinen Götter-Bruder und Superhelden Thor (Chris Hemsworth) konnten wir mit ihm Bekanntschaft machen. Nun begibt sich Loki auf unseren geliebten Planeten und ist auf der Suche nach dem mächtigen Tesserakt, den eingefleischte Marvel-Fans bereits durch den ersten Avenger Captain America (Chris Evans) kennen. Der Tesserakt liefert eine unermessliche Energiequelle mit dem sich natürlich eine Menge Weltherrschaftspläne realisieren lassen  – selbst Pinky und Brain hätten so ein Spielzeug gern gehabt. Loki will mit dem Würfel ein Portal zu einer anderen Welt öffnen um mit deren Armee von Kriegern die Menschheit zu unterwerfen. Hierfür bricht er in das Hauptquartier der Organisation S.H.I.E.L.D. ein (bekannt aus Iron Man und Captain America), eine Initiative von Spezialagenten zum Schutz der Menschheit. Loki gelingt es mit seinem Zepter einige Agenten, darunter Hawkeye (Jeremy Renner), zu manipulieren und auf seine Seite zu ziehen, wodurch er mit dem Tesserakt flüchten kann. Nun beginnt die große Jagd nach dem Bösewicht. Doch dafür reicht natürlich ein Superheld nicht aus, also startet S.H.I.E.L.D. die Avengers-Initiative, eine Verbindung von Superhelden. Mehr oder weniger freiwillig schließen sich dem Team Iron Man (Robert Downey Jr.), Black Widow (Scarlett Johansson), Captain America  und der unglaubliche Hulk (Mark Ruffalo) an. Als Thor erfährt, dass Loki auf der Erde sein Unwesen treibt, tritt auch er den Avengers bei, um ihn aufzuhalten. Tatsächlich gelingt es den Helden den Schurken gefangen zu nehmen, doch scheint dieser Sieg etwas zu einfach erreicht. Loki wäre nicht Loki, wenn er nicht irgendetwas geplant hätte, immerhin ist er der Gott des Unfugs. So bleibt es nicht lange beim erkämpften Frieden. Ganz im Gegenteil, es entbricht ein Streit unter den Avengers, da die Charaktere verschiedener nicht sein könnten. Im Wirrwarr dieses Konflikts gelingt es Loki zu entkommen und die Helden werden getrennt. Werden sie es schaffen ein wahres Team zu werden und gemeinsam Loki doch noch zu besiegen um die Welt und auch Helden-Kumpane Hawkeye zu retten?

Kritik:

Mit Marvel’s The Avengers ist Joss Whedon ein echter Geniestreich gelungen. Selbst eingefleischte Comic- und Marvel-Fans können wohl hier kaum Kritik üben. Es ist eine gelungene Mischung aus Action, Spannung und Witz. Der Zuschauer bekommt tolle Kämpfe, explosionsgeladene Bilder, witzige Dialoge und charmante Superhelden. Jeder Charakter hat seine ganz eigene Persönlichkeit, die im Zusammenspiel mit den anderen nicht immer harmoniert und so den Film unterhaltsam macht. Gerade die anfänglichen Schwierigkeiten der Zusammenarbeit sorgen für einen gewissen Spannungsbogen, eine charakterliche Entwicklung und spritzige Momente. Nach all den düsteren Comicverfilmungen liefert Whedon wieder heitere und unterhaltsame Kost.

Die Trendfarbe in diesem Film ist Grün. Denn sowohl der große, grüne Hulk als auch Schurke Loki im schwarz-grünen Gewand, mutieren zu wahren Publikumslieblingen. Mark Ruffalo liefert einen dauerhaft angespannten Bruce Banner und ruppigen Hulk, der mit seiner Art für einige lustige Momente sorgt. Tom Hiddleston versprüht als Loki seinen britischen Charme. Noch nie war ein Bösewicht so sympathisch. Dieses gewisse Augenzwinkern und schelmische Lächeln, das Lokis Taten begleitet, macht ihn regelrecht liebenswert. Auch die anderen Helden machen eine gute Figur. So ist Iron Man gewohnt selbstverliebt und gerade diese gewisse Selbstironie sorgt für jede Menge Spaß beim Zuschauen.

Fazit:

Eine große Portion Action, zwei gehäufte Löffel Witz, eine Packung Spannung, ein Becher feinste Special Effects und eine kleine Prise Tragik – das ist das Rezept für einen wirklich guten Film. Marvel’s The Avengers unterhält auf ganzer Linie. Ein toller Film, der Spaß macht und wohl viele zum Comic-Fan werden lässt. Eine der besten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre.

Ich vergebe 9/10 Couchpotatoes.

[atari]

Trailer: Marvel Entertainment

Welcher Comic-Held ist euer Liebling?

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2 Gedanken zu “Filmkritik: The Avengers

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